<< Ich dachte, ein Kind zu bekommen, würde bedeuten, dass mich bis zum Lebensende jemand lieben würde. Ich habe mich geirrt. Mutter zu sein ist für nichts eine Garantie. >>
| Autor | John Marrs |
| Deutsche Erstausgabe | 2021 |
| Herausgeber | Edition M Verlag |
| Seiten | 425 |
| Genre | Thriller |
Großartig und verstörend
Unfassbar gut geschrieben, nervenaufreibend spannend und „leider“ absolut unmöglich aus der Hand zu legen.
Klappentext
Nina kann Maggie niemals verzeihen, was sie getan hat. Und sie kann sie niemals gehen lassen.
Jeden zweiten Abend essen Maggie und Nina zusammen. Wenn sie fertig sind, bringt Nina Maggie zurück in ihr Zimmer im Dachgeschoss und legt sie in Ketten. Denn Maggie hat Dinge getan, die unverzeihlich sind, und jetzt bezahlt sie den Preis dafür.
Aber in der Vergangenheit gibt es vieles, was Nina nicht weiß, und Maggie wird dafür sorgen, dass es so bleibt – auch wenn es sie tötet. Denn in diesem Haus ist die Wahrheit gefährlicher als jede Lüge.
Albtraum hinter verschlossenen Türen
Eine Mutter (Maggie) wird von ihrer eigenen Tochter (Nina) gefangen gehalten. Kein typischer Thriller-Plot und gerade deshalb so fesselnd. Man leidet mit, man fiebert mit. Immer wieder denkt man: Jetzt fliegt sie auf, jetzt hat die Mutter eine Chance, jetzt ist das Mitleid groß genug.
Die Kapitel springen zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her. Was geschah vor 20 Jahren? Was vor 10 Jahren? Die Frage „Wie konnte es so weit kommen?“ wird Stück für Stück beantwortet. Und immer wenn ich dachte, dass sich mir der Zusammenhang erschließt, machte die Handlung nochmal eine 180 Grad Drehung – das führte zum besagten Suchtfaktor, der mich selbst auf dem Klo weiterlesen ließ. haha
Die Hauptfiguren sind Mutter und Tochter, und ich spürte -trotz der Umstände- diese Grundverbundenheit. Wo Liebe ist, da ist auch Schmerz, um mal das Hase-Igel-Sprichwort zu zitieren…
Natürlich gibt es auch brutalere Szenen, denn Thriller sind selten leichte Kost. Und doch bestand der größte Thrill aus der Tatsache, dass hier ein Mensch seines Rechts auf Freiheit beraubt wurde; und wie sich ungeachtet dessen eine Routine und ein Alltag etablierte, die man schon fast als harmonisch bezeichnen könnte. Das löste beim Lesen sehr widersprüchliche Gefühle aus.
Fazit: Wer spannende Thriller mit ungewöhnlichem Setting und überraschenden Wendungen mag, wird mit John Marrs bestens unterhalten. Ich habe mir bereits THE ONE – Finde dein perfektes Match bestellt, da ich unbedingt mehr von diesem Autor lesen möchte.
Echinacea
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