<< Ihr hinterlistiges Lächeln war geradezu berauschend, und während Ozroth auf ihren Mund starte, fragte er sich, wie bald er ihn wohl wieder kosten durfte.>>
| Autorin | Sarah Hawley |
| Deutsche Erstausgabe | 2026 |
| Herausgeber | Ravensburger Verlag |
| Seiten | 411 |
| Genre | Spicy RomCom, Fantasy, Magie |
Klappentext
Mariel soll laut Prophezeiung eine der mächtigsten Hexen werden. Doch statt ihre dunklen Künste zu verfeinern, verbringt sie lieber Zeit im Gewächshaus, umgeben von Herbstblumen. Bis ein missglückter Zauber ihr einen Dämon beschert. Ozroth (kurz: Oz) ist nicht nur höllisch attraktiv, sondern auch ein Seelenjäger. Doch Mariel denkt gar nicht daran, ihm ihre Seele zu geben. Sie weckt stattdessen Gefühle in ihm, die streng verboten sind. Und mit jedem Tag will er weniger ihre Seele … und umso mehr ihr Herz.
Wenn nicht nur die Magie knistert
Vorab ein paar Worte zum Cover: Die Illustration mit den Blumenranken, den beiden Hauptfiguren, Kürbissen und kleinen goldfolierten Sternchen hat mir gut gefallen. Durch den mintgrünen Hintergrund wirkt das Gesamtbild nicht all zu kitschig, und auch der Farbschnitt ist wirklich hübsch gelungen. Wie man jedoch auf die Idee kommt, einen derart langen Titel zu wählen, ist mir ein Rätsel.😄
Die Geschichte ist zu gleichen Teilen humorvoll und spicy. Insgesamt hat mich der Schreibstil stark an die Bücher von Ali Hazelwood erinnert. Witzigerweise habe ich gerade festgestellt, dass sogar ein Zitat der Autorin die Buchrückseite ziert. Vermutlich ist diese Ähnlichkeit also kein Zufall und Sarah Hawley, die Autorin von A Witch’s Guide to Fake Dating a Demon, hat sich möglicherweise von dem einen oder anderen Hazelwood-Roman inspirieren lassen. Zumindest, was den romantisch-erotischen Teil betrifft.
Die eigentliche Geschichte rund um die magische Welt Glimmer Falls steht jedoch ganz für sich. Hexen und Dämonen leben hier neben Selkies, Feen, Werwölfen und Zentauren, und die Autorin überträgt diese fantastische Welt auf charmante Weise in die Gegenwart. Feen als Influencer, ein Werwolf mit eigenem Blumenladen und nicht zuletzt America’s Next Top Witch sorgen dabei für viele amüsante Einfälle.
Auch die Entwicklung der beiden Hauptfiguren Mariel und Oz hat mir gut gefallen. Mariel ist eine Naturhexe und ihre Begeisterung für alles, was grünt und blüht, habe ich ihr sofort abgenommen. Oz hingegen ist ein Seelenjäger aus der Dämonenebene. Seit Kurzem kann er jedoch das gesamte menschliche Gefühlsspektrum wahrnehmen, was seine eigentliche Aufgabe deutlich komplizierter macht. Schließlich fällt es ihm zunehmend schwerer, die Seele der liebenswerten und hübschen Hexe Mariel zu stehlen.
Das Buch erschien bereits 2023 in den USA und hat mir unterhaltsame Lesestunden beschert. Für die volle Punktzahl hat es dennoch nicht ganz gereicht, weshalb ich auf Vorablesen.de 4 von 5 Sternen vergeben habe. Für meinen Geschmack hätten die erotischen Szenen etwas zurückhaltender ausfallen dürfen. Im Gegenzug hätte ich mir eine etwas stärkere Spannungskurve gewünscht.
(Dieses Buch wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.)
Hemlocktanne
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