<<Dem Schatten, der sie ansprang, hatte sie nichts entgegenzusetzen als einen schrillen Schrei, der erst erstarb, als ihr blutgefüllter Mund im Schnee aufschlug. >>
| Autor | Sebastian Fitzek |
| Deutsche Erstausgabe | 2023 |
| Herausgeber | Droemer Verlag |
| Seiten | 384 |
| Genre | Psychothriller |
Ein Fitzek geht immer
Essenz in drei Sätzen
Grauen im Schnee
Kurze Kapitel mit Cliffhangern halten die Spannung konstant hoch – und schon ab Seite 2 beginne ich, alles zu hinterfragen, was die Protagonistin, in diesem Fall Marla, erlebt und denkt. Ich habe inzwischen so viele Fitzeks gelesen, um zu wissen: Der Schein trügt oft.
Dem Schatten, der sie ansprang, hatte sie nichts entgegenzusetzen als einen schrillen Schrei, der erst erstarb, als ihr blutgefüllter Mund im Schnee aufschlug.
Ich weiß nicht warum, aber mit Thrillern im TV werde ich einfach nicht warm. Bücher hingegen – und vor allem ein „guter alter Fitzek-Psychothriller“ – gehen bei mir immer. (Das habe ich, glaube ich, schon in meiner letzten Rezension zu einem seiner Werke erwähnt.) Ich bin jedes Mal neugierig, welche krankhafte Gehirnwindung er diesmal aufgreift – also welches Element dem Ganzen diese psychotische Note verleiht. Anscheinend gehen ihm die Ideen wirklich nie aus!
Unschuld meets Albtraum
Wie so oft spielt auch hier die Kinder-Thematik eine Rolle. Vermutlich, weil Kinder – neben Tieren – als die unschuldigsten Wesen gelten, ist die Gänsehaut und das Grauen besonders intensiv, sobald sie mit dem Bösen in Kontakt kommen. In diesem Fall wird unter anderem Kinderprostitution thematisiert.
Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen – denn ein Thriller lebt natürlich von seinen Überraschungsmomenten – bleibt mir nur, den Schreibstil zu loben und festzuhalten, dass mich auch diese Geschichte aus Fitzeks Feder nicht enttäuscht hat. Wie immer habe ich auch die Danksagung verschlungen, die sich äußerst amüsant liest.
Post für dich
Und last but not least: Das Cover wurde vom Droemer Verlag erneut perfekt in Szene gesetzt. Das gesamte Buch ist wie ein schwarz verchromter Briefkasten gestaltet: Auf der Vorderseite befindet sich der Briefschlitz mit der „Einladung“ sowie dem Wort Psychothriller als Namensschild. Auf der Rückseite sieht man die Löcher für die Aufhängung. Innen, auf dem Buchdeckel, ist die Perspektive aus dem Inneren des Briefkastens dargestellt – mit einem schmalen Lichtstrahl, der durch den Schlitz einfällt. Thematisch also wieder äußerst durchdacht und passend zum Titel umgesetzt.
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