<<Nicht zerbrechen. Beuge dich, aber zerbrich nicht, wiederholte sie wieder und wieder, bis sie in einen unruhigen Schlaf fiel.>>
| Autorin | Trude Teige |
| Deutsche Erstausgabe | 2023 |
| Herausgeber | FISCHER Verlag |
| Seiten | 432 |
| Genre | Familienroman, Historischer Roman |
Prädikat wertvoll 😉
Essenz in drei Sätzen
Finstere Zeiten
Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt:
Zum einen aus der Sicht der jungen Tekla, die als 17-Jährige in Norwegen lebt und sich kurz vor Kriegsende in einen deutschen Soldaten verliebt – eine Beziehung voller Risiken und Ungewissheit. Zum anderen begleitet man ihre Enkelin Juni, die ihrer Großmutter immer besonders nahestand. Erst nach Teklas Tod beginnt Juni, ungelösten Fragen nachzugehen und die verschlungenen Fäden der Vergangenheit zu entwirren.
Der Roman zeichnet ein eindringliches Bild derer, die in der Heimat zurückgeblieben sind und nicht an der Front kämpften. Es macht spürbar, wie Kriegserlebnisse Menschen brechen, verbittern oder auf gefährliche Wege führen können. Trotz der Schwere – bis hin zu Suizid und Vergewaltigung – liest sich das Buch erstaunlich flüssig. Ein leiser Hoffnungsschimmer durchzieht die Erzählung: Liebe, Freundschaft und solidarisches Miteinander geben Halt, wenn alles andere zu zerfallen scheint.
Über die Autorin
Hier ein Zitat von Trude Teige, das ein wenig auf den Hintergrund ihres Romans eingeht:
„Mein Roman wurde inspiriert von gelebten Leben und tatsächlichen Geschehnissen im und nach dem Krieg in Norwegen und in Deutschland. Ich bin immer auf der Suche nach unerzählten Geschichten, vor allem von Frauen. Kriegsgeschichte ist ja größtenteils von Männern geschrieben worden, über Männer. Die Geschichte der Frauen, die deutsche Soldaten heirateten, nach Deutschland gingen und ihre norwegische Staatsbürgerschaft verloren, ist für viele unbekannt. Ich habe Aufzeichnungen dieser “Deutschenmädchen” studiert und eine von ihnen auch persönlich getroffen. Für die Recherche zum Roman reiste ich auch nach Berlin. Und nach Demmin in Mecklenburg-Vorpommern, um mehr zu erfahren über die Tragödie, die sich dort im Mai 1945 abspielte, als die Russen nach Westen vorrückten. Nicht minder aufsehenerregend als die Geschichte selbst scheint mir, wie unbekannt sie selbst für die meisten Deutschen lange war.“
Folgeband
… den ich natürlich auch schon im Warenkorb liegen habe! Keine Ahnung, wann ich das alles lesen soll 😀 Band 2 erzählt die Geschichte von Konrad, Teklas Ehemann und Großvater von Juni und trägt den Titel
Huflattich
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