<< Orangen wachsen nicht neben Tomaten. Aber es kann nicht schaden, wenn sie eine Nacht lang so tun, als wäre es möglich. >>

 

Autorin Kristina Moninger
Deutsche Erstausgabe 2026
Herausgeber  Forever by Ullstein
Seiten  425
Genre  Roman, Serienfinale

 

Auf den Wellen der Liebe

A Girl Named Josie habe ich wieder als Rezensionsexemplar erhalten. Die Autorin Kristina Moninger war mir zwar dem Namen nach bekannt, gelesen hatte ich bislang jedoch noch nichts von ihr. Sie ist vor allem für Liebesromane bekannt – ein Genre, das auch in dieser Geschichte eine zentrale Rolle spielt.

Essenz in drei Sätzen

Josie, ein ehemaliger Kinderstar kehrt nach Jahren im Verborgenen zurück, um ihren Sommerfreundinnen zu helfen – und sich der Schuld zu stellen, die sie einst auseinanderriss. Besonders die Begegnung mit Andrea, ihrer großen Liebe, die sie damals herzlos verließ, bringt alte Gefühle und Wunden wieder zum Vorschein. Doch als die Vergangenheit sie erneut einholt, muss Josie entscheiden, ob sie endlich bleibt und kämpft – oder alles noch einmal verliert. 

Guter Einstieg, kleine Hürden

Auch ohne die ersten vier Bände der Breaking-Waves-Serie gelesen zu haben, in denen es um Josies Freundinnen Avery, Isa, Odina und Lee geht, habe ich problemlos in die Geschichte hineingefunden. Die Zusammenhänge erschlossen sich mir schnell und ich konnte der Handlung gut folgen. Lediglich die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben mich hin und wieder leicht verwirrt. Das lag vor allem daran, dass Josie in beiden Zeitsträngen ihrem alten Leben sowie ihren Liebsten den Rücken kehren möchte – wodurch sich die Szenen in meinem Kopf teilweise vermischten. Dass beide Handlungsebenen zudem am selben Ort spielen, machte die Unterscheidung nicht unbedingt einfacher.

Starkes Setting, starke Frauen

Nichtsdestotrotz ist das Setting schlicht atemberaubend: die Insel Harbour Bridge wird lebendig und atmosphärisch beschrieben. Besonders gut gefallen hat mir auch die Mädelsclique – jede Figur bringt ihren ganz eigenen Charme mit und wirkt individuell ausgearbeitet. Die männlichen Charaktere, allen voran Andrea, haben mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht. Das lag zum einen an den wirklich amüsanten Dialogen, zum anderen aber auch an den erstaunlich tiefgründigen Weisheiten, die ein 18-Jähriger von sich gibt.
Ich möchte jungen Männern keineswegs pauschal Oberflächlichkeit unterstellen – dennoch fällt es mir schwer, mir einen so reflektierten und emotional so differenzierten Surferboy in diesem Alter vorzustellen.

Kurzes Schlusswort 😉

Die Geschichte las sich insgesamt sehr flüssig; ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen durch. Abschließend noch ein Wort zum Cover: Es reiht sich harmonisch in die bisherigen Bände der Reihe ein, passt hervorragend zum Surfergirl-Thema der Story und wird durch den schönen Farbschnitt zusätzlich aufgewertet.

Weidegras

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